Wie Ihre Investition in Stipendien wirkt
Mit Ihrer Unterstützung zur Finanzierung eines Stipendienplatzes eröffnen Sie elternlosen Jugendlichen eine echte Bildungschance – und entlasten zugleich ihre Familien und Angehörigen. Viele Eltern oder Verwandte stehen vor der großen Sorge um die Zukunft und Selbstständigkeit ihrer Kinder oder Schützlinge. Der Besuch einer Privatschule oder Universität ist für sie meist finanziell unerreichbar und oft gar keine Option.
Ein Stipendium von SCHULBANK macht diesen wichtigen Schritt möglich. Zwar müssen Schulnebenkosten wie Uniformen oder gegebenenfalls der Transport weiterhin selbst getragen werden, doch die Hauptlast – die Schulgebühren – wird übernommen.
Viele Stipendiaten wechseln zudem in Internate, die ein konzentrierteres Lernen und ein geordnetes, ruhiges Umfeld bieten. So werden die jungen Menschen optimal gefördert, während ihre Familien in herausfordernden Situationen spürbare Entlastung erfahren.
Mit dem Stipendium öffnen sich für die Jugendlichen neue Horizonte zur eigenen Entwicklung. Sie sind mit Gleichgesinnten unterwegs, die alle motiviert und strebsam sind. Das Zugehörigkeitsgefühl wächst, und die Stigmatisierung als Waisenkind, die viele belastet hat, verliert an Bedeutung. Das Selbstwertgefühl der Jugendlichen steigt.
In der Grundschule sind sich die Stipendiaten ihrer Chancen meist noch nicht vollständig bewusst. In der Sekundarstufe jedoch wird die Bedeutung der Förderung zunehmend klar. Wir beobachten, wie jeder bestandene Abschluss ein weiterer Motivationsschub für die Jugendlichen ist. Wir von SCHULBANK begleiten unsere Stipendiaten sorgfältig und stehen ihnen als Mentor:innen zur Seite. Gleichzeitig geben wir ihnen Raum zur Selbstständigkeit – niemand sitzt ihnen im Nacken oder übt Druck aus.
Am Ende der Schullaufbahn – und ja, die kann lange dauern: 7 Jahre Grundschule, 4 Jahre Sekundarstufe I, 2 Jahre Sekundarstufe II, 2 Jahre Studium – kann sich eine enorme nachhaltige Bildungsrendite einstellen: Ein Berufseinstieg mit einer Perspektive auf ein Einkommensniveau, das vielfach höher ist als bei Absolvent:innen staatlicher Schulen ohne familiäre Unterstützung.
Diese Bildungsrendite wirkt generationsübergreifend: Die nächsten Generationen wachsen mit einem neuen Denken auf – geprägt von Zuversicht, Chancenbewusstsein und dem Glauben an ihre eigenen Möglichkeiten.
Zeitraum einer Bildungspatenschaft
Im Rahmen unseres Stipendienprogramms geben wir den Stipendiaten das Versprechen, sie bis zu ihrem Berufseinstieg zu unterstützen. Diesem Versprechen folgt auch der überwiegende Teil unserer Bildungspaten. Wird die Patenschaft eines Erstklässlers übernommen, so kann eine Patenschaft sogar bis zu 15 Jahre dauern. Aber auch das gemeinsame Erzielen von Etappenzielen, wie das Erreichen des Abiturs kann ein schöner Rahmen einer Patenschaft sein.
Selbstverständlich können sich die finanziellen Verhältnisse eines Paten verändern und zu einem vorzeitigen Ende der Unterstützung führen. Auch für diese Situationen werden wir eine Lösung finden. Wir möchten nur jeden Interessierten bitten, sich vor Annahme dieser Fürsorge in sich zu gehen und zu prüfen, ob die Bereitschaft für eine langfristige Patenschaft vorhanden ist. Nur so können wir einen nachhaltigen Betrieb des Stipendienprogramms gewährleisten.
Höhe und Verwendung des Patenschaftsbeitrags
Seit nunmehr knapp einem Jahrzehnt hat SCHULBANK es geschafft, den Patenschaftsbeitrag trotz steigender Schulkosten und der natürlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler in kostenintensivere Bildungseinrichtungen, bei monatlich 40 EUR stabil zu halten. In Einzelfällen (Elternteile können keine Schulkleidung übernehmen) kann es vorkommen, dass nach Absprache ein höherer Beitrag freiwillig übernommen wird.
Gegenüber unseren Paten ist die ausschließliche Verwendung ihrer Beiträge für die Deckung der Schulgebühren ein wichtiges Versprechen. Jede Zahlung für einen Stipendiaten wird bei SCHULBANK dokumentiert und kann jederzeit von Paten eingesehen werden. Alle weiteren Kosten für Personal, Miete etc. werden durch einmalige Spendenzahlungen abseits der Patenschaften bestritten.
Kontakt zu Stipendiaten/innen
Sicherlich kennen Sie die großen Hilfsorganisationen und ihre Kinderpatenschaften. Hier wird die emotionale Bindung zu Patenkindern genutzt, um regelmäßige Spenden für größere Projekte im Dorf oder der Stadt des Patenkindes zu akquirieren. Im Gegenzug erhalten die Paten die Möglichkeit, schriftlichen Kontakt zum Patenkind aufzunehmen und in Retour ein jährliches Dankesschreiben der Patenkinder zu Weihnachten.
Uns geht es an dieser Stelle nicht um die Diskreditierung dieses Vorgehen. Vielmehr haben wir in den vergangenen Jahren gelernt, wie sich Paten und Stipendiaten mit dieser „Fernbeziehung“ fühlen, und Entscheidungen daraus abgeleitet.
Um es kurz zusammenzufassen: Ein bspw. zehnjähriges Kind kann sich nicht in die Lebenswirklichkeit eines Europäers hineinversetzten und dieser ebenso wenig in die eines tansanischen Kindes.
Neben Frustration bleibt vor allem auf tansanischer Seite ein beklemmendes Gefühl zurück: Scharm und das bedrückende Gefühl, sich gegenüber den westlichen Unterstützern immer eine Dankeshaltung einnehmen zu müssen. Bei der jahrzehntelangen Unterstützung durch die westliche Welt, ist diese Haltung zu einem Reflex geworden.
Wir möchten die junge Generation dabei unterstützen, sich das Gefühl der Abhängigkeit abzustreifen und uneingeschränkt sich dem Aufbau ihrer Zukunft zu widmen, ohne sich dabei in einem Korsett zu fühlen. Daher unterlassen wir als Bindeglied zwischen Paten und Stipendiaten mittlerweile die bewusste Kontaktaufnahme und etablieren eine rationale Betrachtung der Patenschaft als das, was sie im besten Fall sein kann: eine finanzielle Fürsorge.
Die Informationen für unsere Bildungspaten reduzieren wir auf die schulische und gesundheitliche Entwicklung des Stipendiaten sowie über die Stabilität ihres sozialen Umfelds. Drei Aspekte, die wir in unserem Mentoring kontinuierlich überprüfen. Und wenn eine Patenschaft beendet wird, erhalten Stipendiat/innen immer die Möglichkeit, direkt Kontakt aufzunehmen und sich für die Unterstützung zu bedanken.
Abschließend sei noch erwähnt, dass Bildungspaten jederzeit willkommen sind, unser Büro in Iringa zu besuchen, sich ihr eigenes Bild über unsere Arbeit zu machen und selbstverständlich auch ihren/ seinen Schützling begleitet kennenlernen zu dürfen.
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Wie Ihre Unterstützung wirkt
Mit ihren monatlichen Förderbeiträgen bilden unsere Familien-Mitglieder – so nennen wir die Unterstützer:innen der SCHULBANK-Familie – das finanzielle Fundament des Stipendienprogramms. Schulter an Schulter mit Elternteilen, Schulen, Waisenhäusern und weiteren lokalen Partnern werden die Schulkosten gemeinsam getragen. Bereits rund die Hälfte der Ausbildungskosten wird durch Beteiligung vor Ort gedeckt – wir nennen das solidarische Hilfe.
Für unsere Unterstützer:innen ist es eine Form der Bildungsförderung, bei der sie die Wirkung ihres Engagements unmittelbar erleben – und zugleich mit respektvoller Distanz begleiten können.
Auf einen Blick
Häufige Fragen
Kann ich bei der Gestaltung der Patenschaft meine Wünsche einbringen?
Selbstverständlich. Hierzu dient unter anderem das erste Kennenlern-Telefonat. Hier können Sie uns mitteilen, ob Sie bspw. einen Stipendiaten oder eine Stipendiatin unterstützen möchten, und in welchem Bildungsschritt (Grund-, Sekundarschule, Universität etc.) Sie unterstützen möchten.
FRAGEN SIE UNS
Wir sind ansprechbar! SCHULBANK ist noch so klein, dass Ihr Gesprächspartner immer noch die Arbeit & Herausforderungen in Tansania persönlich kennt.